Biographie

Benedikt Jahnel (28.05.1980)

Jahnels Musik ist sehr intelligent angelegt - wäre aber nur halb soviel wert, wenn er gedankliche Leistungen nicht auch mit beseeltem Melos, mit Lyrischem und bedingungsloser Schönheit kompensieren würde.“ (S. Pakzad, Jazzthing, April 18)

Die ausbalancierte Verbindung von Minimal Music, komplexen Rhythmen, gesanglichen Melodiebögen und multidimensionalen Harmonien zeichnen das Spiel von Benedikt Jahnel aus. Der Wahlberliner schafft mit seinen Kompositionen filigrane Strukturen, die auf den Zuhörer einen fast magischen Sog ausüben. Seine zweite Passion, die Mathematik, fließt im besten Sinne in seine Musik mit ein: kristallklare Transparenz und große Formen bilden den Rahmen für starke Stimmungen. Konzertreisen in knapp 50 Länder, Auftritte unter anderem auf dem Montreal Jazzfestival, Jazz Baltica, oder in der Carnegie Hall New York, sowie zahlreiche Aufnahmen als Sideman und Solist bei ECM und ACT zeugen von seiner unbändigen Schaffenskraft und Energie.

Benedikt begann im Alter von zehn Jahren mit Klavierunterricht, besonders die Lust am Zusammenspiel mit Anderen brachte ihn schnell zur Improvisation und zum Jazz. Er wurde Mitglied im Landes- und BundesJugendJazzOrchester und gründete bereits als Teenager die Gruppe bab.jazzconnection die heute unter dem Namen Max.bab bekannt ist. Er studierte Jazzpiano an der Universität der Künste in Berlin bei Hubert Nuß und David Friedman sowie am City College in New York bei John Patittucci, Garry Dial, Clarence Penn, Kenny Werner und Jean-Michel Pilc.

Benedikt macht vor allem mit der Musik seines Trio auf sich aufmerksam, als Sideman ist er unter anderem mit der Band Cyminology bekannt. Konzertreisen führten Benedikt in fast 50 Länder, darunter USA, Japan, Kasachstan, Syrien, Ghana und Indonesien. Es entstanden gemeinsame Konzerte und Projekte u.a. mit Phil Woods, Rich Perry, Charlie Mariano, David Friedman, Frank Möbus, Wolfgang Muthspiel, Dave Liebman, John Abercrombie, Manfred Eicher, Clarence Penn, Dan Weiss, Kate McGarry und John Clayton.

Benedikt ist auf zahlreichen Tonträgern zu hören, seit 2012 erscheinen seine Trioprojekte beim Münchner Label ECM. Die letzten beiden Cds „Equilibrium“ und „The Invariant“ wurde von der internationalen Presse gefeiert.

Benedikt ist zudem promovierter Mathematiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Weierstrass-Institut Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Gibbsmaße, interagierende Teilchensysteme und mobile Netzwerke.

Under direction of the eponymous German pianist, (...) the Trio marshals two of the New York contemporary jazz scene’s brightest—bassist Antonio Miguel (by way of Spain) and Owen Howard (by way of Canada)—who share his penchant for strong dynamic twists, meticulous rhythms, and lyrical touch. ...Zen groove aesthetic... Jahnel is both the voice of reason and its crumbling philosophies. Without question, among ECM’s Top 5 releases of 2012.” (T. Grillo, ecmreviews.com, Juni 13)

This guy is swinging…“ - „…great flow“ sagt Richie Beirach und John Taylor ergänzt: „Benedikt is an energetic young musician with excellent time and interesting ideas“ - „…I was pleased to hear his new compositions”.

Dieser exquisite Chamber-Jazz ist ganz auf der Höhe seiner Zeit, intelligent konstruiert und von Vitalität erfüllt.“ (K. Lippegaus, Stereo, Januar 17) „Musik voller Raffinesse. Unsentimental, klug, umsichtig und extrem klar strukturiert und dabei ist er ein ebenso großartiger wie empfindsamer Impressionist.“ (K. Seebald, Merkur Oktober 08)